PORTA FORTUNA!
Die Bedeutung des Horns
Das Corno wird als Amulett zum Schutz vor Unglück und dem Bösen Blick verschenkt und getragen, also vor Neid, Eifersucht und Bosheit. Es ist sowohl in den Häusern der Neapolitaner als auch in Werkstätten und Restaurants sehr verbreitet und häufig anzutreffen.
Als ikonisches Symbol der neapolitanischen Tradition hat es seine Wurzeln in der Antike, als es Fruchtbarkeit und Schutz vor Widrigkeiten darstellte. Seine Form erinnert an die Hörner eines Tieres, ein Symbol für Kraft und Vitalität, während die rote Farbe die positive Energie und die Fähigkeit, den bösen Blick abzuwehren, symbolisiert.
Der Glaube besagt, dass wenn das Corno zerbricht, es bedeutet, dass es den bösen Blick oder das Unglück neutralisiert hat, also Wirkung gezeigt hat.
5 WICHTIGE REGELN
1) Sobald man das Corno erhält, drücke es für einige Sekunden zwischen Daumen und Zeigefinger und denke an die Person, der das Geschenk gilt.
2) Kaufe niemals ein Corno für dich selbst, sondern lasse es dir schenken.
3) Das Corno sollte getragen und an etwas befestigt werden.
4) Das Berühren des Corno gibt ihm Energie, also sollte man es mindestens zweimal am Tag tun.
5) Das Corno ist streng persönlich.
Vom Fallo zum Corno
Im Süden Italiens und insbesondere in Neapel hat das Horn den Phallus als glücksbringendes Amulett ersetzt. Die katholische Religion und die allgemeine Moral haben zum Verschwinden des Phallus als heidnisches Symbol und Glücksbringer geführt und ihn durch das Horn ersetzt. So wie in der Antike die Bauern einen großen Phallus, das Symbol des Gottes Priapus, zum Schutz ihrer Felder aufstellten, sind auch heute große Hörner in den modernen landwirtschaftlichen Betrieben Süditaliens unverzichtbar.
DER GEFÜGELTE FEHLER
Um seine ganze magische Kraft zu entfalten, muss der Phallus mit Flügeln nachgebildet werden, überdimensional, riesig, wohltuend, fähig, böse Geister zu vertreiben, fähig, Schutz für das Haus und die Arbeitsumgebungen zu bieten, eine Naturkraft gegen das Böse, die peinigenden Dämonen und das Fascinum: die negative Kraft des bösen Blicks.
